Kochen und Konservierung von Nahrungsmitteln bei den Indianern

 

Fleisch wurde konserviert durch Trocknung Die wichtigste Nahrungsquelle der Plain-Indianer war der Büffel. War eine Jagd erfolgreich, so brieten die Frauen große Fleischstücke an Bratspießen, die über das Feuer gehängt wurden. Wenn es reichlich Nahrung gab, gab es am Tag drei Mahlzeiten. Nichts wurde verschwendet. Sogar die Knochen wurden zertrümmert, um an das Mark zu kommen. Selbst die Därme wurden als Wursthäute verwendet und mit Fleischstreifen und Markfett gefüllt.

Aus Bisonfleisch wurde gelegentlich auch Eintopf gekocht. Dazu banden Indianerfrauen ein geeignetes Stück Haut - konnte auch Bisonmagen sein - an vier Stangen und füllten sie mit Wasser, Fleisch und wildwachsendem Gemüse. Im Feuer erhitzte Steine warf man in den Beutel, um das Wasser zum Kochen zu bringen. Trotz der anspruchslosen Lebensweise war die Nahrung der Indianer ziemlich abwechslungsreich. Neben dem Bison gab es Hirsche, Wapitis, Bergschafe, einiges Geflügel und Niederwild. Manche Stämme der Prärie aßen auch Fisch, den sie in Flüssen und Bächen mit dem Speer oder mit Netzen fingen, während bei den Blackfoot, Crow und Comanchen der Fisch tabu war. Die Bewohner der Wüsten brieten Schlangen und Insekten. Die Mandan und andere Stämme der Plains bauten Bohnen, Mais, Kürbisse und Melonen an. Zur Nahrungsergänzung gab es wildwachsende Früchte, wie Wildkirschen und Dattelpflaumen. Auch bestimmte Wurzeln und Stengel bereicherten die indianische Küche.

Feuerstelle - links: Kochen; rechts: Braten Für Monate, wo Fleisch, Gemüse und Obst nicht so reichlich vorhanden war wie nach einer erfolgreichen Büffeljagd, wurde Bisonfleisch konserviert. Dazu schnitt man Fleisch in dünne Streifen, legte es auf ein Holzgestell und trocknete sie an der Luft. Die harten Fleischstücke wurden mit einem Fleischhammer zerschlagen. Im Anschluß pulverisierte man sie in einem Mörser und mischte das gewonnene Dörrfleisch mit getrockneten Beeren und Fett und füllte sie in bemalte Rohhauttaschen, in Parfleches. Der Pemmikan war sehr proteinreich und konnte als Dauernahrung über mehrere Monate aufbewahrt werden und war besonders für die Wintermonate bestimmt. Bei der Speisezubereitung wurde der Pemmikan in einer Büffelleder-Schüssel mittels heißer Steine gekocht.

Einige Stämme der Prärie verwendeten zur Konservierung von Nahrungsmitteln krugförmige Erdgruben, wo Fleisch, Obst, Mais und Gemüse für die Wintermonate eingelagert wurde.

 

Quelle:

http://www.indianerwww.de/indian/bueffel.htm