Die Verwertung des Büffels

Nach der Jagd wurde das Fleisch des Bisons, soweit man es nicht sofort in gebratenem Zustande verzehrte, zu Pemmikan verarbeitet .


  Die Verwertung des Büffels 
Der Büffel war das Allzwecktier der Prärie. Jeder Teil der nicht verzerrt wurde, wurde auf andere Weise verwendet. Aus Knochen, Hörnern, Fell, Hufen und inneren Organen wurden Haushaltsgegenstände hergestellt (siehe unten). Am vielseitigsten war die Haut des Büffels. Je nach Alter und Geschlecht des Bisons wurden unterschiedliche Gegenstände hergestellt. Aus der dicksten Haut wurden Schilde sowie Sohlen für Wintermokassins gefertigt. Die Kuhhaut wurde wegen ihrer mittleren Dicke zur Bespannung der Tipis und für weitere Gegenstände entsprechend bearbeitet. Die dünnste Haut, die von ungeborenen Kälbern kam, wurde zu Beutel zum Beerensammeln zubereitet. Die Häute wurden unterschiedlich bearbeitet, um ihnen für den Verwendungszweck entsprechende Eigenschaften zu geben.


Die Bearbeitung der Felle 
Die Haut wurde in der Nähe der Tipis entweder mit der Haarseite nach unten auf den Boden gelegt und mit Holzpflöcken befestigt oder in einen hölzernen Rahmen gespannt. Mit knieförmigen Knochenschabern, in die oft eine Eisenklinge eingelassen war, reinigte man die Haut von Fett- und Fleischresten, begoß sie dann mit warmen Wasser und ließ sie in der Sonne trocknen. Dieser Wässerungs- und Trocknungsvorgang wiederholte sich mehrmals. Benötigt man nicht das Fell als Decke, sondern das Leder zur Herstellung von Kleidungsstücken oder der zu vielen Zwecken verwendeten Beutel und Taschen, mußte die Haarseite auf die gleiche Weise bearbeitet werden. Um das Leder weich und geschmeidig zu machen, wurden mit dem Handballen oder mit glatten Steinen Hirn, Fett und Leber eingerieben und die Haut anschließend mit kantigen Steinen geschlagen und über Stöcken gewalkt.
 

Verwertung des Büffels im einzelnen

Bekleidung
Bisonfell Umhänge, Mützen mit Ohrenklappen, Fausthandschuhe, Mäntel und Caps
Leder Kleider, Hemden. Leggings, Mokassins, Lendenschurze
Rohhautleder aus Bullenhaut Mokassinsohlen, Gürtel
Kalbsleder Unterkleidung
Haare, Hörner Kopfschmuck-Verzierungen
 
Tipis und Einrichtungsgegenstände
Bisonfell Bettdecken
Kuhleder Tipi-Bespannungen, Tipi-Türklappen, Tipi-Auskleidungen
Rohhautleder Cache-Abdeckungen, Medizinkästen, Truhen
Haare, Schwänze Tipi-Verzierungen
 
Reiten und Transport
Leder Pferdedecken, Traglastgurte, Sattelpolsterüberzüge, Satteldecken
Rohhautleder Packtaschen, Sattelbespannungen, Steigbügelüberzüge, Schwanzriemen, Zaumzeug, Lassos, Pferdestricke, Vorderbeinfesseln, Travois-Gurte, Stangengurte, Wassertröge, Huf-Eisen, Schneeschuhe, einfache und doppelte Satteltaschen
Kuhleder Flöße
Kalbsleder Tabaksbeutel
Leder von ungeborenen Kälbern Beerenbeutel
Rohhautleder, Haare Zügel
Horn Honda-Ringe, statt eines Knoten, verwendete man Hornringe durch die das Lassoende geführt wurde, um eine Schlinge zu erhalten. Statt dieses Knoten verwendete man eine aus Horn gefertigte ÖseStatt dieses Knotens verwendete man eine aus Horn gefertigte Öse.

Quelle:

http://www.indianerwww.de/indian/bueffel.htm